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Ein geschenkter Tag - Ein (nicht ganz geschenkter) Marathon

Während meiner Läuferinnen-Karriere war es eine Zeit lang mein Markenzeichen, dass ich bei vielen Lauf-Premièren teilnahm. Am allerersten Swiss Alpine Marathon war ich genauso dabei wie beim ersten Jungfrau-Marathon, beim ersten Schilthorn-Lauf (heute Inferno-Marathon) oder später auch beim ersten Aargau Marathon. Bei der Vorbereitung auf einen Frühlingsmarathon hat es sich nun ergeben, dass es mich «pickte» an einer weiteren Premiêre dabei zu sein – beim 1. Schaltjahres-Marathon in Zürich (für allfällige Interessierte: die zweite Auflage wird wohl erst in 4 Jahren stattfinden!).

Beim Verantwortlichen des organisierenden 100 Marathon Club Schweiz fragte ich mal scheu nach einem Meldeschluss an…. ‘schon nahm er mich auf die Startliste. Aber wie erwähnt, eigentlich wollte ich dieses Ding schon drehen. Zudem wars weder eine Meisterschaft, noch zählte ich für eine Mannschaft.

Der Schaltjahres-Marathon erfüllte zudem alle Bedingungen, damit ich ihn in meine Marathon-Liste
aufnehmen konnte: Massenstart, vermessene Strecke, offiziell ausgeschrieben und Mindestteilnehmerzahl. So startete ich mit 14 andern Marathon-Geschalteten am 29. Februar um 9 Uhr bei der Rio-Bar, nahe des Zürcher HB, zu einem weiteren Marathon-Erlebnis. Ich erwartete ein paar (Früh-)Pensionierte, täuschte mich aber gewaltig. Irrtum vorbehalten war das Grosi aus dem Aargau die älteste Teilnehmerin. Wie ich so heraushörte, können Jüngere «mal kurz frei nehmen» - ihre Arbeitszeit danach aber im Home-Office aufholen. Wie ich mir erhofft hatte, wurde nicht aufs Tempo gedrückt. Ich denke, die meisten nahmen diese Herausforderung der rund 42 ½ Kilometer, gespickt mit rund 850 Höhenmeter als willkommene Trainingsgelegenheit wahr. Die Strecke, der Zürcher Green-Marathon (www.greenmarathon.ch) hat es in sich: Es sind nämlich rund 850 Höhenmeter (auf- und abwärts) zu bewältigen. Von Wanderwegen über Radwege, Asphaltsträsschen bis zu wurzligen Passagen durchs Wehrenbachtobel (nach km 36!) hat es alles drin!

Zufrieden in der Rio Bar die Finisher-Schorle getrunken
Natürlich hatte ich trotz des vorgesehenen Trainings-Marathons einen gewissen Respekt. Ein Marathon ist halt immer ein Marathon (keine Neuigkeit 😊 ). Aber alles ging gut. Bei den Aufstiegen vom Irchel zum Zoo und danach von der Kunsteinsbahn Dolder zum Lohrechopf merkte ich mein Alter. Die jungen Männer zogen sehr locker vorne weg. Es gelang mir aber bald wieder aufzuschliessen und so konnte ich nach dem Lohrechopf die letzten 12 Kilometer richtig geniessen. Ich wusste, dass ich es schaffen würde und ich merkte auch, dass ich gut mithalten konnte. Nach erstaunlichen 4 h18 kam ich mit einer kleinen Gruppe wieder bei der Rio Bar an. Da das Wetter ordentlich war, konnten wir das vom 100 Marathon Club spendierte Getränk sogar noch draussen in der Gartenwirtschaft geniessen. Ich wählte eine Schorle aus und die tat gut.
Danach schlenderte ich zufrieden zum HB zurück, zog mich bei den Schliessfächern kurz um und gönnte mir noch eine Brezel. Die war königlich und ich fühlte mich wie eine Königin. Speziell erwähnen möchte ich noch Jack, welcher mit seinen beiden Huskies (!) den 85. Marathon bestritt. Ich staunte nicht schlecht, dass diese Hunde die ganze Strecke zurücklegen konnten! Beat Schäffer absolvierte seinen 100. Marathon. Chapeau! Ebenfalls erwähnenswert ist die Leistung der 21-jährigen Sina, welche die ganze Strecke, meist plaudernd, locker mitlief! In ein paar Jahren darf sie wohl auch Mitglied des veranstaltenden Clubs werden!
Fazit: Es gibt immer wieder Neues in der Laufszene und man ist nie zu alt, es auszuprobieren. Herzlichen Dank den Initianten vom 100 Marathon Club für die Durchführung und auch für das spendierte Getränk. Es war ein toller Morgen, an welchen ich noch lange zurückdenken werde.
Kein Tag ohne Abend: Der Zufall wollte es, dass am 29. Februar auch der Schaltjahres-Höck stattfand. Natürlich genoss ich die Pizza im «Frohsinn» sehr und auch das Zusammensein mit einigen «Hörnern»… diesmal gabs als Flüssigkeit kein Brunnenwasser und keine Zürischorle. Der rote Rebensaft mundete noch selten so gut.

Jacqueline Keller (inzwischen bei 118 zählenden Marathons angelangt 😊 )

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