
Halber Marathon - Ganzes Erlebnis
Leider kam ich für einmal mit einer Form-Baisse aus den Winterferien nach Hause und beschloss gleich da schon, den Zürich -Marathon "sausen" zu lassen. Zu meiner Überraschung wurde meinem "Gesuch" für ein "Downgrade" stattgegeben (Danke vielmals!). Doch kaum war ich gefühlt wieder besser auf den Beinen, erwischte es mich erneut und ich musste meine Magen-Darm-Beschwerden, welche sich sogar als Divertikulitis herausstellten, noch mit Medikamenten behandeln lassen. Wiederum fühlte ich mich bald besser, aber vor Ostern nochmals ein paar nicht so gute Tage... schon wollte ich nicht nur meinen ungefähr 10. Zürich-Marathon, sondern auch den Halbmarathon abschreiben - aber die Pause über Ostern tat gut.
Mit Schrecken stellte ich dann am Samstagabend (11. April) fest, dass die nette Dame der Marathon-Administration mich zwar umgemeldet hatte, aber meine Wunsch-Ziel-Zeit (3h35) beliess. Ich war also im Block F eingeteilt! 😊 Na ja, sooo weit hinten wollte ich dann doch nicht starten und da nicht kontrolliert wurde beim Start und ich wohl dennoch einen ziemlich fitten Eindruck gemacht habe, konnte ich im Block B Unterschlupf finden und dann plangemäss mit dem 1h45-Zugläufer mitlaufen. Das sollte ich schaffen, dachte ich mir.
Es war auch so. Bis km 8 lief ich also mit der 1.45er-Gruppe, ehe es mir gelang, dort sogar noch etwas wegzukommen. Wohl auch dank des für uns Läufer und Läuferinnen angenehmen Wetters hielt ich mein Tempo sehr lange durch und musste erst die letzten beiden Kilometer beissen. Aber alles in allem war ich nach der Zielankunft zufrieden mit mir. Vor allem, als ich sah, dass ich doch noch eine 1.43er-Zeit erreicht hatte. Nicht viel hätte zum Podest gefehlt. Ich war trotzdem ganz zufrieden und hoffe, dass ich mich mit langsamen Dauerläufen wieder in gute Form bringen kann. Herzliche Gratulation an Adrian, welcher schon einige Stunden zuvor einen tollen Marathon hingelegt hat.
Es herrschte übrigens entlang der ganzen Strecke eine tolle Stimmung. Sehr viele Zuschauende säumten die Strecke. Das habe ich noch selten erlebt in Zürich. Der Halbmarathon und auch der 10er sind wohl echte "Must -do - Wettkämpfe" für Freizeitlaufende (grrr..... welch ein Wort....) der Region. Social-Media machts wohl möglich, dass man mindestens den Halb- oder Viertelmarathon als Fit-Auszeichnung mal gemacht haben muss. Das ist sicher gut so. Auch der Marathon war ausverkauft und profitiert wohl von der guten/grossen Werbung.
Ich danke an dieser Stelle den Organisatoren der beiden tollen "Horn-Long-Jogs" nochmals für ihre Bemühungen. Da war ja auch Manuel dabei, welcher "in der Ferne" die drei Stunden unterboten hat. Herzliche Gratulation. Beide Long-Jogs "Ausgabe 2026" würden wohl auch als Vorbereitung für die 2027er-Saison dienen.
Jacqueline Keller
Ganzer Marathon – nur halbes Erlebnis?
Nach einer Pause im 2025 nahm ich am 12. April 2026 das zweite Mal am Zürich Marathon teil und absolvierte somit meinen zweiten Marathon in meinem Leben. Aufgrund der Streckenänderung, welche 2025 vorgenommen wurde, war der Lauf jedoch nicht identisch wie bei meiner ersten Teilnahme.
Nach meiner ersten Marathonerfahrung wusste ich, was mir bevorstand und konnte mich bestens darauf vorbereiten. Im Unterschied zu 2024 blieb mir eine Grippe oder Erkältung im Winter erspart, weswegen ich ohne gesundheitliche Eskapaden mein Training starten konnte. Nebst einigen Long-Jogs mit dem LG Horn lief ich zum frühen Feierabend auch einmal von Altstetten (30 km) und einmal von Wiedikon (35 km) nach Hause. Daher konnte es ja nur gut kommen. Traf dies auch auf das Wetter zu?
Noch eine Woche zuvor zeigte der Wetterbericht sonniges Wetter und ab Mittag rund 18 Grad an. Zwar freute ich mich, dass der Wetterdienst nicht erneut Kälte und Niederschlag prognostizierte (diejenigen, welche 2024 teilnahmen, mögen sich an das garstige Wetter bestens erinnern), jedoch fürchtete ich, dass es gegen Schluss bereits zu warm sein wird. Im Lauf der Woche trübten sich die Prognosen jedoch laufend ein. Drohte erneut ein Marathon mit ähnlichen Bedingungen wie 2024?
Zum Glück nicht. Bis auf die letzten Kilometern blieb es trocken und bei rund 10 Grad herrschten ideale Laufbedingungen, um die 42.195 Kilometer zu bestreiten. Daher bin ich sehr zufrieden, mit 3h23:59 über 6 Minuten schneller gelaufen zu sein. Ein halbes Erlebnis? Nein, natürlich ein ganzes! 😊
Auf der Startliste angemeldet war nebst Jacqueline Keller für den Halbmarathon auch Vivienne Sieber für den 10 km – Lauf. Da sie seit 2 Wochen an Knieschmerzen leidet, konnte sie jedoch nicht teilnehmen.
Apropos Must-do-Wettkämpfe – ein Thema, welches Jacqueline angeschnitten hat. Von einem besonderen Wettkampf habe ich am 12. April erfahren, den sogenannten Triple. Seit der Neugestaltung der Strecke und der Startzeiten ist es möglich, am selben Tag alle drei Disziplinen zu laufen. Nach 3 Teilnehmenden im 2025 waren es dieses Jahr 14 Personen, welche sich für den Marathon um 8 Uhr, den Halbmarathon um 13.15 Uhr und den 10 km – Lauf angemeldet haben. Ein Triple-Teilnehmer, welchen ich auf dem Rückweg von Meilen nach Zürich zu Gesichte bekam, trug dabei die ganze Strecke ein 15-km Fass auf dem Rücken.
Der Zürich Marathon inspiriert somit immer wieder aufs Neue.
Adrian Morf


Bildquelle: run4fun.ch











