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48. Baldeggersee-Lauf vom 6. Juni 2026

Lange liebäugelte ich mit einem Start am Jubiläums-Frauenlauf vom 7. Juni. Doch als ich gegen Ende Mai aus dem Newsletter von Swiss-Running erfuhr, dass auch der Baldeggersee-Lauf am ersten Juni-Wochenende stattfinden würde (und der 100er für mich auch kein Thema war), „gluschtete“ mich der Abendlauf rund um den schönen See im Luzernischen.

Das hatte – für mich – den Vorteil, dass der Sonntag „frei“ war. Bei der Ankunft gegen Abend war es „wie immer“ in Hitzkirch: die Kinderrennen waren in vollem Gang und gefühlt das halbe Luzerner Seetal auf den Beinen, um den Nachwuchs anzufeuern und danach in schöner Abendstimmung auf dem Dorfplatz zusammenzusitzen, ein (oder zwei) Biere zu trinken, die obligate Wurst zu essen und sich danach nochmals unterhalten zu lassen. Die Unterhaltung bestand aus den 10 Meilen-Läufern, welcher die längste Zielgerade, welche ich kenne, nämlich die Luzernerstrasse von Gelfingen nach Hitzkirch gegen das Ziel rannten. Und dann muss man noch wissen, dass auf dieser Gerade, welche einen Kilometer misst, 17 Höhenmeter „überwunden“ werden müssen. Tönt bescheiden…. Aber… aber eben…. Man merkt diese 17 Höhenmeter sehr. Keine und Keiner lässt sich „lumpen“ und probiert noch einen ansehnlichen Stil hinzukriegen.

Nach einer Einlaufrunde rund ums Dorf läuft man gegen den See und danach auf der gesperrten Hauptstrasse (!) im Gegenuhrzeigersinn via Stäfligen, Retschwil und Nunwil nach Baldegg. Dort geht’s eigentlich erstmals auf einem Kiesweg dem See entlang weiter zum Bahnhof, die Bahnhof-Unterführung (Treppe) runter, äne wieder hoch und nach einer kurzen Gerade werden nach 12 Kilometern die Reserven angezapft: Es geht nach Kleinwangen hoch und dann, mit schönster Aussicht auf den Baldeggersee, rund 70 Höhenmeter oberhalt des Sees, nach Gelfingen, ehe man dann wieder runter läuft auf besagte Landstrasse und schon weit her den Zielbogen sieht.

Anlässlich der Rangverkündigung merkte ich, dass der Hauptlauf bei den Männern sehr gut besetzt war. Der fastest Farmer, Patrik Wägeli, war zwar der fastest Farmer am Baldeggersee-Lauf, T-Roy Brown aus Bern war aber noch etwas faster und mit Niclas Hofstetter war gerade nochmals ein Läufer auf dem Podest, welcher kürzlich am GP Bern ganz vorne mitgelaufen ist. Bei den Damen war das Feld etwas dünner (Frauenlauf), aber auch da gabs mit der Marathonmeisterin von 2025, Ronja Hofstetter, ein bekanntes Siegergesicht. Ich konnte mich im Senioren(um)feld der Männer gut halten und war am Ziel zufrieden mit mir (18. Overall, 1. W60, 1h20.27). Es war eine gute Standortbestimmung. Danach frohes sommerliches Zusammensitzen und Genuss eines schönen Juni-Abends.

Wer den Baldeggersee mal als Sonntagslauf oder –wanderung umrunden möchte, der kann sich mit folgendem Link bedienen:
Umrundung Baldeggersee von Baldegg | Luzern | Garmin Trails

Ich wünsche viel Genuss!

Jacqueline Keller